Bikini Beach
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Wann: Mittwoch, 12. März 2025 20:00 Uhr
Wo: Hafenklang, Hamburg
Bikini Beach
BIKINI BEACH Gefrässige Raupen und wunderschöne Schmetterlinge. Zuckerbrot und Peitsche. Fuzzige Riffs und zuckersüße Melodien. Bikini Beach setzen auf ihrem neuen Album auf Kontraste. „Cursed“ ist schon Album Nummer sieben der Grenzgänger vom Bodensee. Sänger und Gitarrist Nils Hagstrom und Bassistin Charlotte Love wohnen in Konstanz, Schlagzeuger Flip kommt aus der nahen Schweiz. „Seit 2020 ist alles wie verflucht“, erklärt die Band den Albumtitel. „Als wir für unser fünftes Album "Atoll" im Studio waren, fing gerade die Corona-Pandemie an. Das überschattete nicht nur den Release und die kommenden Touren komplett, sondern brachte auch viel Unheil, Angst und Chaos mit sich. Nicht mal zwei Jahre später dann der Ausbruch des Krieges in Europa, der immer noch andauert. Welcher Mist kommt wohl noch alles auf uns zu?“ 2025 klingen Bikini Beach düsterer als bisher. Kein Wunder, bei all dem Scheiß um uns herum. In den Texten geht es um sehr persönliche Probleme oder die Wut auf die Gesamtsituation. Der Planet geht vor die Hunde, Nazis und Populisten feiern Wahlsiege und in der Nachbarschaft fliegen Bomben und Marschflugkörper. „Uns ist bewusst, dass wir zwar einerseits in einer super privilegierten Gesellschaft leben, aber gleichzeitig wird man teilweise einfach nur fassungslos über aktuelle Geschehnisse“, so die Band. May The Fuzz Be With You Trotzdem ist da diese wundervolle Musik. Gitarrist Nils, Bassistin Charlotte und Drummer Manuel nehmen uns an die Hand und ziehen uns in den hintersten Winkel des Kaninchenbaus. Da wo die Karotten blau sind, der Boden leuchtet und die Löwenzahnblätter nach Marzipan schmecken. Herrlicher schrammeliger Lo-Fi- Sound, gepflegte Slacker Attitude. Mit einer Prise Surf und Psychedelic. Bester Sixties-Garagen-Sound wie aus der Hitschmiede von Fuzztones oder Miracle Workers. Dabei haben die Fuzz-Darlings aus Konstanz nichts mit den Helden der Eighties am Hut. „Diese Bands kannten wir tatsächlich bis vor kurzem gar nicht“, sagt Nils zu den Wurzeln von Bikini Beach. „Eigentlich gibt es null Verbindung zu den Eighties wie auch zu den Seventies. Die haben sich auch nur an den Sixties orientiert, wie wir. Unsere Wurzeln gehen auf die frühen Alben von Ty Segall, Thee oh Sees, Sixties- Garage wie Them, Link Wray, oder ganz einfach die Beatles zurück. Manchmal schleichen sich auch klassische Black Metal Licks, die Stimmung von Joy Division oder Nirvana-ähnliche Riffs ein.“ Declaration Of Fuzz Die Produktion von „Cursed“ war wieder ziemlich DIY. Aufgenommen haben Bikini Beach größtenteils im eigenen Proberaum am Bodensee. Das Schlagzeug haben sie wieder im Elbdeich-Studio in Hamburg mit ihrem Labelboss Velvet Bein recorded. Flip hat den letzten Schliff bei sich zu Hause gemacht, Percussions eingespielt und weirde Synth Noises gebastelt, außerdem hört man seine Mutter wieder am Ende in den Backing Vocals singen. Großartig.
Tixforgigs: https://www.tixforgigs.com/Event/59949 Einlass: 19:00 Uhr
Preis: 18 € bis 22 €